Düngerversuch bei Schnittlauch

Ing. Michael Höllmüller, Oberwaltenreith bei Zwettl – Pflanzenbauberatung Waldland. Waldland ist ein Produktions- und Verarbeitungsbetrieb von pflanzlichen und tierischen Spezialitäten.

 

Problem bei Bio-Kräuteranbau:

  • Gülle, Vinasse, Restmelasse während dem Wachstum nicht zur Ausbringung geeignet
  • nur im Herbst vor dem Winter
  • meisten Kulturen benötigen jedoch Stickstoff während der Vegetationsperiode

 

           

                              Nicht gedüngt

       

                      Nach zweimaliger Düngung

 

Schnittlauchprojekt Start: Anfang April

Kultur: mehrjährig (4 - 6 Jahre)        

Erstes Jahr:                Aussaat und 2. Mal Ernte möglich
Folgejahre:                 alle 3 – 4 Wochen ein Schnitt
Versuchsfläche:           1 ha biologische Fläche

Düngung mit jeweils Streifen gedüngten und nicht gedüngten Flächen für Erkennung der Unterschiede.

Düngeplanung: nach jedem Schnitt (500 kg bei erstmaliger Düngung), später Reduktion auf 250 kg/ha

ca. 5 x 250 kg = 1.250 kg/ha

 

Ausbringung:
1. Düngung:  am 2. April bereits im Wachstumsstadium
          Ernte: ca. 28 Tage später (Anfang Mai)
2. Düngung: nach dem ersten Schnitt  - 500 kg pro 1/2 ha

 

Erntemenge: luftgetrocknet in Röllchen für Speiseindustrie (Streichkäse) – 4 mm Röllchen

 

Positiver Effekt bereits nach der zweiten Düngung:

  • augenscheinlich mehr Volumen
  • grünere Farbe 
  • mehr dicke Röllchen

 

Erstes Jahr wenn Aussaat:  800 - 1.000 kg Erntemenge
Zweites Jahr nach Aussaat: 2.000 kg Erntemenge

 

Fotoaufnahme: 10. Juni

Bio-Landwirt und Produzent für Waldland: Gerald Lindner hat sich für die Düngerausbringung einen Düngerstreuer selbst umgebaut.
 
Bio-Schnittlauch nach Düngung